Andrej Čehovin

Offizier der österreichischen Armee.

ANDREJ ČEHOVIN (Dolanci 1810-1855 Baden bei Wien).

Baron Andrej Čehovin nahm schon als junger Artillerist bei den Kämpfen der österreichischen Armee in Italien in den Revolutionsjahren 1848 und 1849 teil, besonders in den Schlachten bei Montanara, Somma Campagna, Custoza, Mortara und Novara. Mit seiner Ausdauer, Findigkeit und Mut trug er viel zum österreichischen Sieg unter der Führung des berühmten Marschalls Radetzky bei. In der Schlacht zeichnete er sich als ein präziser Artillerist aus. Sehr interessant ist auch folgende Begebenheit aus der Schlacht bei Mortara. Vor der Schlacht kletterte er auf einen Baum, um sich das Gelände anzuschauen. Der Zufall wollte es, dass gerade damals auch italienische Offiziere unter den Baum kamen und Čehovin das Gespräch mithören konnte. Später verwendete er diese Informationen in der Schlacht und trug dadurch zum österreichischen Sieg bei.

Für sein Heldentum wurden ihm viele Auszeichnungen verliehen: die Große Silbermedaille für Tapferkeit, die Große Goldmedaille für Tapferkeit. Im Jahr 1850 verlieh ihm Kaiser Franz Joseph II. die höchste Kriegsauszeichnung: das Ritterkreuzorden der Maria Theresia, damals wurde ihm auch der Adelstitel eines Barons verliehen. In den folgenden Jahren zeichnete ihn der Toskaner Erzherzog Leopold II. mit dem Ritterorden der dritten Klasse und der russische Zar mit dem Orden des hl. Jurij aus. Als Soldat erreichte er den Rang eines Hauptmanns.

Im Jahr 1855 erkrankte er und starb während seines Kuraufenthalts im Kurort Baden bei Wien, wo er auch begraben ist.

Im Jahr 1898 wurde vor seinem Geburtshaus ein Denkmal errichtet. Der Plan für das Denkmal wurde von Max Fabiani erarbeitet, das Denkmal schufen dagegen der Bildhauer Anton Bitežnik und der Steinmetz Franc Bitežnik. 1926 zerlegten die Einheimischen das Denkmal und vergruben es in einem nahegelegenen Garten, damit die Faschisten es nicht zerstören konnten. Im Jahr 1987 gruben sie es wieder aus, restaurierten es und stellten es auf seinen ursprünglichen Platz. Bei der Gedenkfeier zu seinem 140. Todestag, die in Dolanci am 10. September 1995 stattfand, wurde ihm von den höchsten Vertretern der slowenischen Armee ein gebührender Platz unter den bedeutenden Männern der slowenischen Kriegsgeschichte eingeräumt.

GPS: 45.8207000, 13.8863990

 

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