Die alte Kirche der Jungfrau Maria in Obršljan (Device Marije Obršljanske), Tomačevica

Die Kirche höchstwahrscheinlich im Jahr 1585 gebaut wurde und dass dieser Ort ein berühmtes Wallfahrtszentrum war.

Die alte Kirche der Jungfrau Maria in Obršljan (Devica Marije Obršljanske), erstrahlt in all ihrer Schönheit auf dem Hügel oberhalb der Regionalstraße, die von Tomačevica nach Komen führt (ausgeschilderter Weg, der 400m hinter dem Dorf Tomačevica von der Regionalstraße abzweigt). Die Kirche entstand ursprünglich aus einer Kapelle, die später durch eine Kirche ersetzt wurde, die man mehrmals überbaut und vergrößert hat. Genaue Angaben über die Entstehungsgeschichte des heutigen Gebäudes gibt es nicht, die Inschrift auf der Steinplatte über der Eingangstür weist aber darauf hin, dass die Kirche höchstwahrscheinlich im Jahr 1585 gebaut wurde und dass dieser Ort ein berühmtes Wallfahrtszentrum war. Im Jahr 1644 wurde sie erneut renoviert und das Kirchenschiff vergrößert sowie der Turm ins Kirchengebäude integriert, da er ursprünglich alleinstehend gewesen war.

Hinsichtlich der Entstehung der Kirche besagt eine Legende, dass einem Hirten an diesem Ort Maria mit dem Jesuskind auf einem schönen Thron, der mit Efeu überwachsen war, erschienen sei. Die Kirche war am beliebtesten am Feiertag Mariä Himmelfahrt, dem 15. August, als von überall Gläubige zu dieser Kirche pilgerten. Die meisten kamen vom Karst oder dem Vipavatal. Die Besonderheit dieser Kirche war die Päpstliche Bulle, mit der Papst Urban VIII. ihr für ewige Zeiten Ablass gewährte. Weil es im Karst bei lang andauernden Trockenheiten oft an Trinkwasser mangelte, baten oft Pilger die Jungfrau Maria um einen Tropfen Regen und es galt der Glaube, dass sie spätestens 36 Stunden nach der Pozession ihren Wunsch erhören würde.

Das Kircheninnere hat sein barockes Erscheinungsbild im 18. Jahrhundert erhalten und ist reich an Malereien. Der Hauptaltar enthielt ein Bild der Himmelfahrt Marias von F. Pittoni, das heute an der Wand des Presbyteriums hängt. Im Altar steht eine Wachsstatue Mariä mit Jesus aus dem 19. Jahrhundert, die die größte dieser Art in Slowenien ist. Die Seitenaltäre sind der hl. Anna und dem hl. Antonius geweiht. Sie enthalten je ein Bild der Familie der hl. Anna des Autors A. Lichtenreit, ein Bild des hl. Antonius von Padua sowie des hl. Antonius des Einsiedlers, die der Autor A. Paroli schuf. Das wertvollste aber sind die Fresken der Himmelfahrt und Krönung Mariä im Presbyterium, das ein Werk der Künstlerwerkstatt des friaulischen Malers Giulia Quaglia aus dem Jahr 1724 sind. Dieser Maler bemalte z. B. auch die Domkirche in Ljubljana und die Bibliothek des dortigen Priesterseminars. Das Fresko des letzten Abendmahls an der Wand mit dem Triumphbogen, der in der Kirche das Presbyterium vom Kirchenschiff trennt, stammt aus der 20. Jahrhundert und ist das Werk des Einheimischen J. Strnad.

GPS: 45.8161893, 13.7594761

 

 

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